Es ist halb Sechs Uhr Abends, ich sitze mit meinem guten Freund Mario, der mehr berüchtigt als berühmt, noch öfter eine Rolle spielen wird, am Woyton in der Altstadt von Düsseldorf.
Wir quatschen über dies, über das, ich lese eine Frankfurter Tageszeitung, er die Mediawerbung der Bild. Ist ja immerhin der niveauvollste Teil.
Der Dj auf den wir warten kommt nicht...und kommt nicht..und kommt nicht.
Bis uns ein Bekannter sagt, dass er bereits seid 15 Minuten am McDonalds sitzt.
War ja klar!
Wir erledigen im Schnelldurchlauf alle düsseldorfschen Höfflichkeitsfloskeln, die eh keinen interessieren.
Mal ernsthaft, wer will sich dauernd küssen links, küssen rechts geben und dabei nichtmal den Namen des Küsschenpartner kennen. Düsseldorfer sind manchmal echt ein komisches Volk. Ich bin manchmal wirklich genervt von diesen Heinrich-Heine Kindern..
Die Karten sind abgezählt, die Gästelistenplätze gesichert.
Zeit, dass der Teil beginnt, der mit der Überschrift zu tun hat.
Wir schlendern durch die Shoppingstr, als ich eine Frau, ungeähr 20-24 entdecke und sie kurz vor ihrem Dessou-Shopping erwische.
Hey, es ist ihr erster Tag in Düsseldorf und direkt lernt sie einen charmanten jungen Kerl wie mich kennen.
Das ganze ist reine Routine, nichts, was ich nicht schon zig mal abgezogen hätte. Nach 5 Minuten habe ich ihre Nummer.
Mario unterhält sich derzeit mit ein paar Leuten von WWF.
Als ich zu ihm stoße, ist er im angeregten Gespräch mit einem Kerl im Tigerkostüm.
Nach kurzer Zeit läuft ein zweiter, wenn auch kleinerer Tiger in der Altstadt herrum.
Kaum zu glauben, dass die Mario echt ein Kostüm geben. Er sieht genial aus...zwar genial daneben, irgendwie sexy ist es trotzdem. Irgendwie...eine plüsch-animalik.
Ich schnappe mir ein Board des WFF und schon werben wir Mädels für den nationalen Tierschutz. Wärend wir unseren Spass haben bin ich trotzdem geschockt, dass wirklich keiner spenden will. Da erzählt mir ein Mädel, sie hat 620 Euro im Monat, will aber keine 72 Euro im JAHR! spenden. Ok... dafür sagen wir dir auch nicht, wo der Aldi ist!
Haben wir natürlich doch getan. Sozial muss man ja schon irgendwie sein, wenn man für den Tierschutz wirbt.
Fast eine Stunde tollt Mario herrum und stößt markerschütternde Schreie aus, die das Leid der Tiger darstellen dürften. Glaube ich jedenfalls. Wie sind wir nochmal hierhin gekommen? Achja, wir wollten Frauen aufreissen. Na klasse.
Dabei macht da sganze soviel Spass. Wir vergessen echt alles und gehen total auf.
What a crazy shit.
Als wir am Rhein sitzen und uns einen traumhaften Sonnenuntergang angucken bildet mein zur Zeit spirituell vernebeltes Hirn folgendes Kredo:
Manchmal, da muss man einfach mal etwas verrücktes machen.
Manchmal, da muss man einfach mal in ein tigerkostüm schlüpfen.
Manchmal, da muss man einfach mal lachen und dann weitergehen.
I almost died scootering Funny But Scary
vor 7 Jahren
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