Samstag, 15. Mai 2010

"Ich verspreche mich zu lieben, in guten, wie in schlechten Zeiten!"

Das Leben presst uns in eine Vielfalt von Rollen, die wir gefälligst zu sein haben, da wir dies oder jenes sind, dies und das tun.

Diese Rollen, oftmals Klischees, vielfach Schubladendenken, diese gewählte Eingrenzung des persönlichen Horizonts, die findet in unserer Gesellschaft mittlerweile fast automatisch statt.

-Du hast schwarze Haare und helle Haut?
Du MUSST ein Emo sein!

-Du bist blond und hast göttlich schöne Kurven?
Du MUSST naiv und doof sein!

-Du bist emotional?
Du MUSST Probleme im Leben haben!

Ist das nicht furchtbar? Ja, dass ist es!

Meiner Meinung ist eine Sache abe rnoch viel furchtbarer;
Wir tun uns diese Selbstverstümmelung auch noch selber an!
Wir selber fangen an in Klassen und Gruppen zu denken. Einfach, weil das alle tun. Und schon sind wir in der Gruppe "Alle"

Welcome in the Club, please don't smoke!

Dabei gibt es die Chance seine eigenen Augen zu öffnen. Sein eigener, kostenfreier Augenarzt, sein Wunderheiler zu sein. Denn wie befreiend ist es wohl, nichtmehr das Drehbuch all unserer Rollen auswenig zu lernen.

Ich bin Lairleiter, Schüler, Sohn, Bro, Liebhaber, Minderjähriger, PUA, Enkel, Arschloch, Spanner und und und.
Aber vorallem bin ich der einzige, der mein Leben bestimmt. Der Einzige, der Einfluss darauf hat, wer, oder was ich bin, was ich fühle und was ich denke. Und ich spühre, wie meine eigenen Grenzen immer mehr und mehr verschwimmen, zerfliessen, bis ich irgendwann Eins mit mir selber werden werde.

Und einfach ICH zu sein..

Es ist möglich.
Es ist wahr.
Und es ist unsere eigene Entscheidung.


"Aber obwohl der Sinn gemeinsam ist, leben die Vielen, als hätten sie eine eigene Einsicht.
Heraklit, Vorländer, Philosophie des Altertums 1"

2 Kommentare:

  1. Ich denke, das hat vielleicht ganz praktische Gründe, das Schubladendenken. Ich schließe von einer bestimmten Selbstpräsentation und verschiedenen Eigenschaften auf andere Eigenschaften...das beruht auf Erfahrung und die Wahrscheinlichkeit, dass ich Recht habe ist oftmals hoch und ich kann so wesentlich schneller für mich interessante Menschen "filtern", mit denen ich mich lieber beschäftigen möchte, als mit anderen, weniger interessanten, obwohl die natürlich auch ihren Wert und ihre individuelle Schönheit haben.

    Allerdings hast du Recht wenn du forderst die Schubladen mal zu überdenken und zu schauen wo es WIRKLICH Sinn macht zu filtern, und wo es vielleicht ganz unbegründet passiert...

    Hab mir da mal drüber Gedanken gemacht, ob das Filtern okay ist und bin zu obigem Schluss gekommen... so lange es liebevoll und nicht feindselig geschieht.

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  2. Ich denke auch das jeder Mensch seine eigene interessante Geschichte zu erzählen hat, und man jedem Menschen die Chance geben sollte sich in seiner eigenen Schönheit zu offenbaren. Ich glaube auch nicht, dass es einen Menschen auf dieser Welt gibt, der nicht auf seine Art schön ist.

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